Retrospektive des digitalen „New Work“ Barcamps in Ingolstadt #inbc21

Was hat geholfen?

Wir hatten eine gute und intensive Vorbereitung im wöchentlichen Rhythmus. Die Aufteilung der Rollen mit meinen Unterstützerinnen Tanja und Ulrike von der VHS Ingolstadt gab uns allen Sicherheit. Und wir haben auf ein Netzwerk an regionalen Unterstützern vertrauen können.
Dazu kamen „Wiederholungstäter_innen“ aus dem ersten physischen Barcamp an der Volkshochschule in 2019.
Zudem haben wir Werbung im Netz, regionalen Medien gemacht und
einige Multiplikatoren aus anderen Gruppen gewinnen können.

Am meisten Einfluss hatte linkedin Events
https://www.linkedin.com/events/newworkbarcampvhsingolstadt-onl6775521056129069056/

noch dazu liefert #linkedin ein Analysetool, das erst jetzt entdeckt habe.

Was war das Ergebnis?
Messbar: wir hatten 18 Teilgeber in 7 Sessions von 12 möglichen. Also mehr als 50 Prozent. Da waren die OKRs (Objectives and Key Results) gut und hoch genug. Und wir hatten gute Stimmung und viel positive Resonanz.

Bilder und links zu sessionplan
https://docs.google.com/spreadsheets/d/1ZVWb-4jN23JmBCNODmwmDBw3ywQEHsaRGzymo8Y-y2g/edit

Ergebnisse 7 Sessions
https://drive.google.com/drive/folders/1LksC2VMl1UiFJ6kePiGPv6aO23uvqGRe

Danke an alle Teilgeber_innen
Rosemarie
https://www.menschundveraenderung.de/ueber-uns/rosemarie-konirsch.html
Katja
https://www.caspari-consulting.com/team/
Sandra
https://sandra-neumaier.de/
Pamela und Andre
https://digital-workshop-design.com/ueber-uns/
Thomas
https://www.gadgetgedanken.de/
Sebastian
https://zwingy.de/
Jean Pol
https://jeanpol.wordpress.com/
und allen die uns vor und hinter den Kulissen unterstützen.

Was kann besser werden?
Die zoom Breakouts kann ich noch besser vorbereiten, da war diesmal Glück dabei. Eine einheitlich Bezahl- und Registriermöglichkeit via eventbrite, da gab es etwas Verwirrung. Die Anmeldung soll kundenfreundlicher und leichter gestaltet werden. Die Webseiten, bzw. Eventeinträge sollten besser synchronisiert werden, teilweise waren alte Stände auf der Barcampliste.

https://barcampr.de/barcamps/barcamp-ingolstadt-digital-inbc21-2021

Was sollte beibehalten werden?

Der Mut, neue Dinge auszuprobieren. Ein weiterer Ausbau und Aufbau von Kompetenzen bei mir und meinen Unterstützern stabilisiert und macht noch mehr Freude bei der Durchführung. Und wir haben noch einiges vor in 2021 – am 1.10 und 2.10.21 könnt ihr einen Teil der Gruppe auf der Landesgartenschau in Ingolstadt erleben.

Und jetzt auch noch ein Barcamp …

und noch dazu digital und an der vhs – Volkshochschule

Als ich im Frühjahr 2019 mit meiner Bekannten Tanja Oblinger das erste Mal über ein BarCamp gesprochen habe, war ich voller Euphorie. Tanja und ich kennen uns über die vhs Ingolstadt schon länger und mir und ihr gefällt es neue Wege zu gehen und auszuprobieren. Nun waren wir nur zu zweit und je näher der Termin kam umso nervöser wurden wir. Klappt alles, kommen überhaupt Teilgeber und gefällt es den Menschen? Wir hatten eine coole Mischung an dem Tag aus bekannten und unbekannten Gesichtern und in Summe einen runden Erfolg. Der Sessionplan des #inbc19 hier

https://docs.google.com/spreadsheets/d/1Ts8xpk4JKJe_Y8Jrn-zbwD3zEncn888ziTlucM5k0wI/edit#gid=0

Stimmungsbild hier

2020 hatten wir die Idee Synergien in Ingolstadt zu bündeln und mit dem Startup-Barcamp von Hannes Schleeh uns an einem Wochenende zusammen zu tun. Am Samstag das Camp von Hannes im Existenzgründerzentrum und am Sonntag wir – und wir unterstützen uns mit Werbung und gegenseitigem Support in der Durchführung. https://startup-barcamp.de/

Dann kam die Pandemie und unsere Pläne waren zunichte. Nach mehreren Aufschüben haben wir uns zu Beginn 2021 ein Herz gefasst und das BarCamp digital angeboten.

Nun sind wir auf der Zielgeraden und haben super Unterstützung von aussen. Teilgeber_innen mit denen ich nie gerechnet hätte. Und dank dem regionalen Netzwerk auch Werbung in der Presse. https://issuu.com/in-direkt/docs/in-direkt_kw_15_april_2021/14

Motiviert zu dem Beitrag hab mich mein langjähriger Lernbegleiter aus dem Podcasten und Lernumfeld Sebastian Zwingmann mit seinem Blogbeitrag zum NUImeet seiner Tochter – klasse https://zwingy.de/ein-toller-tag-zu-hause/

von Sebastian, Jean Pol Martin und Iris sind bereits erste Sessionidee eingetroffen.

https://docs.google.com/spreadsheets/d/1ZVWb-4jN23JmBCNODmwmDBw3ywQEHsaRGzymo8Y-y2g/edit#gid=0


Schieberegler des Lebens

 

 

Mal Nähe mal Distanz

Einsamkeit ist was anderes als AlleinSein
Es geht um die Freiwilligkeit, wenn ich eine selbstgewählte Auszeit nehme fühlt es sich anders an als wenn ich unverschuldet ohne soziale Kontakte irgendwo lande. Die Aussicht auf ein Ende der Einsamkeit oder die Hoffnung auf eine Zeit der Gemeinsam-seins macht das Alleinsein erträglich.

Mal fleissig, mal faul
auch so ein Glauben, man muss immer fleissig sein.

Der Mensch und viele Lebewesen brauchen beides.
Es ist okay, mal faul zu sein. Mal nichts tun müssen.
Aus dem Sport weiss man, dass sich Muskeln in den Ruhepausen bilden.

Mal laut mal leise
Mal zuhören, mal reden, mal schweigen.
Viele kennen so Glaubenssätze wie „Reden ist silber, Schweigen ist Gold“
Ich würde das weniger dogmatisch sehen – manchmal ist es gut, zu zu hören und zu schweigen, manchmal muss man den Mund aufmachen und für seine Sache einstehen und aufstehen.

Mal klein sein, mal groß
Viele sprechen über Augenhöhe –
was bedeutet es sich in die Perspektive eines Kindes zu versetzen?

Warum müssen große Menschen immer nach unten schauen –
und dann Rückenprobleme bekommen? Mal braucht man es sich einzurollen, manchmal will man aber auch groß sein, sich recken und strecken.

Reich durch nicht-Er-reich-barkeit

Hört sich paradox an. Ist es meiner Meinung nach nicht.
Wir leben in Zeiten ständiger Verfügbarkeit materieller und immaterieller Dinge.
Dabei nehme ich wahr, dass bewusster Verzicht eine Renaissance erlebt. Der Rückzug in Zeiten von Homeoffice und homeschooling in die eigenen vier Wände, ist eine neue Situation für viele von uns. Ruhe, Pausenzeiten, Rückzugsräume aufzubauen und mal nicht erreichbar zu sein, ist ein Privileg. Und ja sich von Partner oder Familie bewusst zurückziehen, ein wichtiger Baustein,
um selbst gesund und fit zu bleiben.

Es ist okay, mal später zurück zu rufen. Manche Fragen oder Probleme erledigen sich über Nacht. Oder dein Gegenüber löst das Thema – oder die Rahmenbedingungen haben sich verändert. Auch selbst ist man in der Situation anders als man es sich wünscht. Bereits die Römer und Griechen haben sich eine Nacht drüberschlafen gegönnt.

Es ist gut, Zeit für sich zu blocken. Innerer Reichtum entsteht durch Reflektion, Kontakt und Dialog mit sich selbst. Äußerlichkeiten und immer mehr von etwas stillen nur vorübergehend unsere Bedürfnisse.

Muskeln wachsen in den Ruhephasen, das wissen wir aus dem Sport. Wenn wir uns keine Ruhe gönnen, sind wir rastlos und arm.
Weil alles flüchtig wird – und wir uns für flüchtige
Momente wie das Glück kaum Zeit nehmen.

Drum haltet inne – schaut und hört nach innen.
Das geht und macht reich. Dankbar für seine eigenen Gaben zu sein.

Und jetzt auch noch ein Podcast…

… das denken sich einige in Zeiten von Corona 2021. Meine Geschichte des Podcasten beginnt einige Jahre früher ….

2018 bin ich dem Aufruf von Leonid Lezner von Firmenfunk auf Facebook gefolgt. So kam ich zum ersten Mal mit dem Medium #podcast in Berührung. Von Beginn an hatte ich ein gutes Gefühl dabei. Als Gast, als Mensch über sich selbst sprechen zu dürfen, ist klasse. Zunächst ist es ungewohnt und zum anderen sehr wertvoll, es für sich zu haben.

https://wohnzimmer.fm/firmenfunk/ff015-wol-story-von-alfred-zedelmaier/

2019 und 2020 hatten wir mit Leonid als Kopf eine Idee. Gemeinsam wollten wir einen virtuellen Talk unter dem Dach von Firmenfunk machen. Mit dem Team um Björn, Sebastian und Leonid haben wir ein Konzept mit Monatsthemen, Themenpaten und Aufnahmesetting entwickelt. Gelebte cocreation, auch mit der Namensgebung „Firmenfunkstories“.
Das Ergebnis waren 7 Folgen zum Thema Soziokratie und Selbstorganisation. Dabei durfte ich viel Neues und tolle Menschen kennenlernen.

https://wohnzimmer.fm/firmenfunk-stories/

Das Verbesserungspotenzial war die Tonqualität und meine Sicherheit mit der Technik.

Ende 2019 hatte ich das Thema #podcasting in einem #lernos circle bearbeitet. Durch Hilde, Stefan, Marcel und Helmut habe ich viel Zuspruch bekommen, einen eigenen Podcast zu starten.

2020 habe ich mir bewusst Zeit genommen, und bin über das Podcastcanvas zu meinem Herzensthema zu kommen. Das Thema „lernen“ hat sich durch meine Verbundenheit mit der corporate learning community rauskristallisiert.

Zu bearbeiten als pdf und hier als quelle: https://leogo.es/lernospodcanvas

Zudem hatte ich mit dem Test des Cliffton strength finder die Bestätigung meiner 5 Stärken und „Learner“ weit vorne.

Mein Why? Menschen sicht- und hörbar zu machen. Und Menschen für das Lernen begeistern.

Mein How? Eigene Struktur aufbauen, setting stabilisieren, Rhythmus planen und Stimme verbessern.

Mein What? Themen und spannende Menschen finden, Marke etablieren

Da ich nun den eigenen podcast #kosmosfunk als Ziel in meinem Working out loud #frauenstärken circle für die nächsten Wochen habe, werde ich hier sicher nochmal dazu schreiben.

Der Wert – was ist das? Ein unperfekter Gedankengang

Der Wert erinnert mich an die Würde und macht mich nachdenklich über die Entwicklungen von „bewerten bis zu entwerten“ – dem Individuum und der Gesellschaft.

Der Wert eines Menschenlebens

Vor über 15 Jahren gab es bereits Untersuchungen und konkrete Zahlen, wieviel ein Menschenleben „wert“ ist. https://de.wikipedia.org/wiki/Wert_eines_Menschenlebens

Der Selbstwert

Und es startet bei mir selbst mit dem Selbstwert und der Frage wie definiere ich diesen.

Kommt der Selbstwert nur von innen – sprich von mir – oder definiere ich mich durch die Sichtweise oder Bewertung von außen.

Was mir dabei geholfen hat, ist, dass die Bewertung nur eine Momentaufnahme ist und sich während eines Verlaufs eines Gesprächs oder einer Begegnung verändert.

Selbst erlebt habe ich das Zum Beispiel anhand einer Aussage von Jean Pol Martin beim Barcamp Lernen 2019 In Ingolstadt. Bei dem er zu mir sagte, dass ich ja ein ganz umgänglicher Mensch bin, im Vergleich wie er mich bisher in den sozialen Medien wahrgenommen hat.

Die Bewertung oder Wert-schätzung

Zum Thema bewerten tue ich mich selbst schwer,
Menschen nicht in eine Schublade zu stecken.
Und manchmal ist es unausweichlich und allzu menschlich,
Menschen oder Momente zu bewerten.

Manchmal wird uns von der Gegenseite abverlangt einen Wert oder ein Urteil zu bilden. Dabei bin ich so vorsichtig wie beim Feedback geben. Mir da „Ja“ abholen, dass der andere in der aktuellen Lage auch bereit ist und es auch selbst haben will.
Da sind wir beim Thema Wertschätzung.
Meiner Beobachtung wird dies oft mit weichspülen verbunden. Wertschätzung hat viel mit Klarheit und Wohlwollen zu tun. Eine klare Aussage eines anderen, eine Außensicht auf mein Eigenbild kann meine innere Werte stärken.

Die Ent-wertung

Beim Thema entwerten denke ich zunächst an die Entwertung von Tickets. Wenn ich dennoch auf der Rückseite eine in der Nähe liegenden Raststätte vorbeilaufe, macht es mich nachdenklich. Wie wir mit den einstigen Königen der Landstraße, LKW-Fahrern, umgehen. Wie erwachsene Männer sich in zwischen ihren Maschinen selber kochen, waschen und versuchen, sich am „Leben“ zu halten.
Was wir als Verbraucher Konsumenten reflektieren sollten, sind die Arbeitsbedingungen unter welchem unsere Konsumgüter hergestellt oder transportiert werden. Mit jedem Kauf eines günstigen Artikels befördern wir eine weitere Entmenschlichung der Arbeit.
In der Gesellschaft und in unserer Arbeitswelt wird mit Begriffen „Ressourcen“ oder „Leiharbeit“ eine scheinbare Wahrheit geschaffen.
Dabei ist eine Entwertung der Menschen zu beobachten.

Der Wert jedes Einzelnen und der Gemeinschaft

Menschen tauchen in Organisationen meist auf der Ausgabenseite und nicht auf der Haben-Seite auf. Menschen sind Investitionen in die Zukunftsfähigkeit von Organisationen auf. Für mich sind sie ein unwahrscheinlich großer Schatz in vielen Unternehmen. Wenn wir es schaffen, all diese Schätze sichtbar zu machen kann Vieles gelingen.
Und wenn wir gemeinsam an den Rahmenbedingungen schaffen, dass möglichst viele gut zusammenwirken können. Genau dann bin ich zum Wert der Menschen und deren Zukunft voller Zuversicht.

Mein Rückblick zum #lernos Circle „Getting things done“ im Rahmen der #lce20

Hallo, das ist mein Rückblick des Getting things done lernos Circle im Dezember 2020. Was #lernos ist hatte ich hier bereits beschrieben.

Meine lessons learned waren dabei folgende:

Erst mal von vorne, zu meiner Motivation – mein #why
Als ich meine Frau erzählte, dass ich ein Programm mache, wie ich die Dinge geregelt bekomme – so die deutsche Übersetzung zu Getting things done – sagte sie: du bist doch schon gut strukturiert.
Das mag sein, was im Aussenbild ist, ist vielleicht nach innen eingerichtet nicht immer so.

1. Was mir sofort geholfen hat, war die 2-Minuten-Regel, und zwar dass man Dinge schnell erledigt. Dadurch habe ich mir schnell Freiräume geschaffen, die erstmal ungewohnt waren.

Ein Bild, das Objekt, Sanduhr, drinnen enthält.
Bildquelle: online Bilder creative commons aus office 365

2. Was ich auch gemerkt habe, dass mir das sogenannte „mindsweep“:
die Ideen und Gedanken, die man im Kopf hat, einfach mal rausschreiben und physisch niederschreiben, gefallen hat.

Wenn ich mir am Abend die Zeit nehme und die Sachen runterschreiben, ohne groß nachzudenken. Da merke ich spürbar, wie leicht und entspannt der Kopf und das Gehirn wird und auch der Körper. So habe ich zudem beobachtet, dass ich danach besser schlafe und wenn ich es abends nicht mache, unruhiger schlafe.

3. Das ganze zur Routine zu machen, ist jetzt der nächste Schritt und mehr zu strukturieren und automatisieren was wohin kann. Dazu hat kürzlich auf twitter #outlookrocken von Thomas Dugaro wertvolle Hinweise gegeben.

https://twitter.com/search?q=%23OutlookRocken&src=typeahead_click

4. Das weekly Review am Freitag und das weekly Intro, welches mir mein Kollege Tom Seitz gezeigt hat, bringt eine gewisse Zufriedenheit mit, mit dem was man erreicht hat erreicht hat. Das weekly Intro ist für mich eine gute Phase in die Woche zu starten und zu sehen wo Lücken sind.
Das faszinierende war und ist an Getting Things done, das man auf einmal viel Zeit für Kreativität und Projekte gewinnt. Bin nach Wochen immer noch positiv überrascht davon.

5. Ein wesentlicher Gewinn des „sociallearning“ in einem lernos Circle ist für mich die Gruppe. 5 Menschen, die sich vorher kaum kannten, haben sich gegenseitig unterstützt. Wir haben bei aller Konzentration auf das Thema Zwischenmenschliches zugelassen und voneinander gelernt. Stephan Bohr mit seiner ruhigen Art der Moderation, Jörg mit seiner Affinität für Apps, Hilde mit ihrer Struktur in Mind-Maps und Anja mit ihrer papierlosen und minimalistischen Art zu arbeiten. Danke, dass ich von und mit Euch lernen durfte und dass wir im Jahr 2021 weiter machen. Super!

Dank Euch 4 habe ich mein Ziel,
meine Struktur für den eigenen Podcast zu bauen, geschafft.
Ich bin happy, dass ich jetzt nach fast einem Jahr meine eigene Struktur und meinen eigenen Kanal habe. Nun geht es an die nächsten Schritte, das Thema getting Things done zu ritualisieren und beim Podcast noch mehr Qualität in das Audio und Aufnahmetechnik zu bringen.

Warum es hilfreich sein kann, sich auf 2 Seiten oder 2 Beine zu stellen?

Auslöser dieses Beitrags war ein Besuch beim #meetup zum Thema Ambidextrie und die daraus resultierenden Gedanken

Ambidextrie –

oft gehört und daran gezweifelt, dass es wichtig und richtig ist.
Das eine tun, die stabile Seite und die agile vernetzte Seite weiterentwickeln, das ist eine vereinfachte Darstellung. Und zudem finde ich es wichtig, dass man als Mensch beide Seiten erleben kann und sollte. Jede Seite hat seine Berechtigung und seine Funktion.

Und ist nicht im Leben die natürliche Handhabung beider Hände und Arme selbstverständlich?
okay, mag sein, dass eine Seite bei Rechtshändern besser ausgeprägt, muskulöser ist wie die andere.
Braucht man meiner Meinung nach beide, um sich zu stabilisieren und Balance zu halten.

weiterführende Infos zum Nachlesen hier Read More

Lernen in Zwischenräumen – und gemeinsam Neues ausprobieren

Mein Rückblick des Corporate Learning Camp 2020 in Darmstadt

zu Beginn die Fakten – es gab 286 angemeldete Teilgebende:

1 x Luxemburg – 5 x Österreich – 6 x Schweiz

260 x Deutschland – 14 x ohne Angabe

Die Anzahl der tatsächlichen Teilnahmen ist nicht bekannt. Bei Online-Veranstaltungen wählen die Teilgebenden gezielt aus, wann sie dabei sein wollen.

Da half die Aufforderung, sich morgens mit dem Ticket-BarCode zu registrieren, auch nicht wirklich: 145 Teilgebende (51%) konnten wir morgens an beiden Tagen erfassen. (Das Mitmachen war nicht vom Registrieren abhängig.)

128 angemeldete Teilgebende (45%) kamen aus 71 Unternehmen oder Organisationen (z.T. mehrere Mitarbeiter)

90 angemeldete Teilgebende (31%) kamen von Hochschulen, Schulen, Verbänden oder waren Freelancer

68 angemeldete Teilgebende (24%) waren Sponsoren oder andere Anbieter

Meine erste Session war bei Frank mit dem Thema „Social Video inverted“.
Seine Learnings war, mit Dozenten ein Video Remote und asynchron kommentieren zu lassen. Seine Erfahrungen aus dem Feedback von über 100 Teilnehmern, war durchaus positiv. Im weiteren Verlauf der Diskussion ging es um das Schaffen von geistiger Nähe im digitalen Raum. Frank hat seine Gedanken, wie es ihm erging und die Session im eigenen Blog und in einer schönen Sketchnote geteilt.
https://frank-vohle.de/?p=9660  

Bei Pivi ging’s in meiner zweiten Session um den Lernpfad zu Diversity und Inklusion. Und schön langsam beginne ich zu verstehen, dass der Begriff Inklusion anders gedacht werden kann. Pivi zeigte einen Zwischenstand und die weiteren Schritte zur Dokumentation des Lernpfads in der lernos Welt.

 

Am Abend ging es weiter mit einem neuen Tool, namens Gather.
In der Gather town hatte die Firma Merck als Hauptsponsor und Veranstalter des Camps Räume in 3D gebaut. Und zwar in Form ihres Innovation Center, ausgestattet mit unterschiedlichen Räumen und Bühnen im digitalen Raum.

 

Ab 20:00 Uhr gab es verschiedene Formate über Comedy bis hin zu einem Jeopardy Quiz. Um 21:00 Uhr fand die Verleihung der Preise beziehungsweise der Gewinner des minecraft Spiels „eigene Lernräume bauen“ statt. Tolle Ergebnisse der 3 Gruppen mit unterschiedlichen und sehr kreativen Ansätzen. Da gab es zum Bestaunen Räume mit 3D-Drucker oder mit offenen Kamin, Grill und Terrasse. Andere Gruppen hatten Zimmer mit Ausblick aufs Meer und Rückzugsecken im Lounge Charakter. Zu diesem Programmpunkt gibt es einen sehenswerten Video Mitschnitt auf youtube.

https://www.youtube.com/watch?v=d7GBVrtQS-M

Am nächsten Tag war mein Start bei den Anbietern von lecturio und der Session „Eigene Lernvideos gestalten“.
Lecturio hat sich auf Lernvideos spezialisiert und bietet dazu eine Plattform an.
Auf dieser kann man eigene, auch unfertige Videos zum Nachbearbeiten hochladen und entsprechend verbreiten.

Ein cooles Tool wurde nebenbei vorgestellt, der screencast-omatic
https://screencast-o-matic.com/ mit dem man kostenlos
seine screencasts aufzeichnen kann.

Die zweite Session war überraschend gut besucht, es ging um Ideen für eine digitale Weihnachtsfeier. Eingebracht hat diese Frage Christine und mit einem padlet hatte sie bereits eigene Ideen dazu angelegt. Da viele einen ähnlichen Bedarf hatten, war es leicht uns als Teilgeber zu ermuntern, weitere Ideen einzubringen. Die Dokumentation liegt offen in einem Padlet und kann gut verwendet werden, um in seinem Umfeld Ideen daraus umzusetzen.

https://padlet.com/christin_latk/hku51ep4rwht9upp

Mein Fazit:

Der Besuch auf einem Barcamp der #krasseHerde (so heisst der hashtag der CLcommunity) hat sich für mich ein weiteres Mal gelohnt. Und ich kann es jedem nur ans Herz legen, wenn man sein Wissen auf Stand halten will, Zeit zum Lernen zu investieren. Das hört sich als Pflicht an, kann in solchen Formaten meist auch großen Spaß machen.
Denn es geht weniger um das Bestehen von Prüfungen oder Erlangen von Zertifikaten. Im Vordergrund und das Ziel eines Barcamps ist auszuprobieren, mit anderen Experimente starten, Erfahrungen austauschen und sich gegenseitig unterstützen – und wenn wir das ausserhalb leben, kann das Zusammenleben und Arbeiten richtig gut werden.

Aussensicht und Innensicht – was lernen wir daraus?

In letzter Zeit habe ich häufiger bemerkt, dass die Wahrnehmung von aussen eine andere ist, als die von innen. Das ist meiner Meinung nach eine bestehende Erkenntnis, und ja genau dann ertappe ich mich oder auch andere in folgenden Situationen:

1.a) Meine eigene Bescheidenheit überdeckt manchmal meine von aussen geschätzten Fähigkeiten.
Eine Bekannte hat mich neulich eine einfache Übung machen lassen und schweigend mitgeschrieben, was ich alles gesagt habe. Ein Geschenk ist das wertvolle Ergebnis in Form kleiner Kärtchen, die ich nun vor mir habe.

1.b) Menschen, die glauben ihre Beiträge sind für andere nicht relevant. Teilweise löschen Bekannte komplett ausformulierte Beiträge. Versetzen wir uns in die Rolle des Empfängers. So manch ein Mensch, wo auch immer auf der Welt, ist gerade im Moment dankbar für unsere Lösung oder unsere Worte. Und ja genau da ist es wichtig, sich in die Aussensicht zu begeben und seine Gedanken zu teilen.

  1. Das Aussenbild oder nennen wir es Image von Organisationen. Manchmal bin ich überrascht, wenn Menschen im direkten Umfeld entdecken, was unter einem perfekten Deckmantel passiert.
    Und umgekehrt, kann es gefährlich werden, wenn interne Unstimmigkeiten vom äusserlichen Bild oder Erfolg überdeckt und nicht angesprochen werden.
  2. Oft bauen Menschen sich in einem Umfeld eine Schutzhaut auf, die nicht zu ihrem Inneren passt.
    Menschen können keine dickere Haut ausbilden. Versuchen wir jeden zu nehmen, wie er ist – auch mit seiner scheinbar „dünneren Haut“ Oft sind es die sensibleren, stilleren Menschen in unserem Umfeld, die gut zuhören können und unsere Sichten bereichern.

  1. Die äussere und innere Ordnung.
    Viele von uns haben individuelle und unterschiedliche Vorstellungen von Ordnung. Wenn wir einen – für uns von aussen – chaotisch anmutenden Schreibtisch sehen, stecken wir den dazugehörigen Menschen in eine Schublade. Was aber wenn der Mensch ein Kreativer oder Künstler und seine innere Ordnung sehr aufgeräumt ist und wir nur den vollen Tisch gesehen haben. Vielleicht akzeptieren wir das es andere Ordnungsysteme als das eigene gibt. Und meist ist nur ein Ausschnitt eines Menschen, ein Puzzlestück, eine Momentaufnahme …

  1. Die Kundensicht:
    Das fiel mir kürzlich bei einem totalen Netzausfall in unserem Ort auf. Aus der Wand kommt bei uns ein Anschluss für Fernsehen, Kabel und Internet. Der freundliche Service des Anbieters und die Bandansage sprachen von einem Ausfall des Telefons, des TV-Angebots, der Internetverbindung und des Mobilfunknetzes in unserem Bereich. Okay das war mehr als wirklich passiert ist. Und klar werden unterschiedliche Menschen in der Organisation an unterschiedlichen Themen arbeiten – als Kunde finde ich diese Information wenig hilfreich. Es zeigt mir eher interne Probleme auf, als sich um das reale Problem vor Kunde zu kümmern.

    Fazit:

    Lasst uns von aussen den Menschen wieder als ganzen Menschen begreifen, wahrnehmen und schätzen.
    Lasst uns bewusst hinter so manche Fassade blicken und vorsichtig Öffnungen aus dem Inneren begleiten.
    Lasst uns mutig sein, auch wenn einem Teil der anderen, der Empfänger unsere Worte nicht gefallen, sie weiter äussern und bei aller inneren Ruhe auch offen und laut bleiben. Mehr #sowohlalsauch