RACI – einfach machen und einfacher machen!

Die RACI Methode – es könnte so einfach sein – oder warum Verantwortung übernehmen doch schwieriger ist als

 

Auf die RACI Methode sind wir im Zuge eines Workshops gestossen.
Das Thema betraf einen gut beschriebenen und etablierten Prozessablauf. Dieser stellte wiederkehrende Projektschritte und – abläufe dar. Jedoch gab es im Laufe der Zeit Verschiebungen der Zuständigkeiten und unklare Verantwortlichkeiten. Gestartet sind wir mit der theoretischen Auseinandersetzung mit der Methode, im Anschluss kam das Ausfüllen der Matrix in Einzelarbeiten. In der anschliessenden Diskussion und der Erarbeitung einer Gruppenmeinung ergab sich zudem ein gutes Verständnis der gegenseitigen Erwartungshaltungen. Diese müssen angesprochen, beschrieben und bei Bedarf überprüft werden.

Fazit:
Die RACI-Methode verschafft Klarheit und spart Energie.
Die Führungskraft erhält durch klare Delegation neue Freiräume.
Der Zusammenhang zwischen dem Input jedes einzelnen und dessen Einfluss auf das Gesamtergebnis wird klar.

Die 5 Vorteile der RACI-Matrix/Methode

  • Sie ist einfach zu erstellen.

 

  • Sie stellt die Beteiligten und Verantwortlichen übersichtlich dar.

 

  • Sie verbessert die Kommunikation in der Organisation und im Projekt.
    Die Wahrscheinlichkeit, Beteiligte/Interessensgruppen/Stakeholder
    zu vergessen, wird verringert.

 

  • Rollen und Verantwortlichkeiten werden unmissverständlich geklärt –
    was natürlich etwas Vor – oder Zuarbeit bedarf.
    Konflikte können vermieden werden.

 

  • Missverständnisse durch unklare Erwartungshaltungen können eliminiert werden. Jeder weiß, wofür er verantwortlich ist und welche Aufgaben bei ihm liegen.

Tipps zur RACI-Matrix
Probieren Sie es doch mal aus!
Hier bekommen Sie noch ein paar Tipps:

  • In jeder Zeile sollte genau ein Verantwortlicher (R) genannt werden. Sind mehrere Personen verantwortlich, geht eine klare Zuordnung verloren.
    Ist keiner verantwortlich – dann ist das erst recht schlecht – oder der Projektschritt/Aufgabe ist überflüssig oder zu hinterfragen.

 

  • Wurden mehrere Verantwortliche (R) pro Zeile zugeordnet, sollte über eine Aufteilung der Aufgabe nachgedacht werden.

 

  • Falls eine Spalte (Rolle) zu viele A’s und R’s hat, ist diese ein potenzielles Bottleneck/ein Engpass/Flaschenhals – schön im Beispiel zu sehen mit dem Meister. Hier ist erstens zu prüfen, ob diese Rolle zu viel Verantwortung hat oder falsch interpretiert wurde – im zweiten Schritt, wie man diesen Engpass verbessern kann.
    Zum Differenzieren oder vereinfacht gesagt:
    Das R steht für die Durchführungsverantwortung (operativ),
    das A für die Ziel- oder Budgetverantwortung –
    wer wird zur Rechenschaft gezogen.

Zum Schluss – eine praktische Übung zur RACI-Matrix –
vielleicht gleich im Team

 

 

 

Viel Spaß dabei wünscht Ihnen Ihre
Unternehmensberatung Ingolstadt –
Ihr Alfred Zedelmaier

Quellenangabe: Deutsche Gesellschaft für Personalführung e. V.: Die RACI-Methode. Bereitgestellt von der Kommunikations-Kolleg AG, Beratung und Training, Andernach, Stand 2009: URL: https://www.dgfp.de/wissen/personalwissen-direkt/dokument/81328/herunterladen

Die 8 Grundkonzepte der Excellence einfach, bildhaft und praktisch erklärt.

In meiner Blogserie will ich Ihnen die 8 Grundkonzepte erklären.
Diese bilden den Rahmen und sorgen für einen guten Zugang und ein besseres Verständnis des EFQM-Modells. Ich will Ihnen die Begriffe mit meinen Erfahrungen aus der Praxis
gerne erläutern, sie mit Leben füllen – sie ihnen näher bringen,
einfach ans Herz legen!
Los geht es bei 12.00 Uhr mit „Nutzen für Kunden schaffen“

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Nutzen für Kunden schaffen

Was heisst das?

Kunden begeistern, sich Zeit nehmen – Präsent sein

Herausfinden, was kann dem Kunden nützlich sein
Fragetechniken der Mitarbeiter mit Kundenkontakt trainieren.
Chancen nutzen im Kleinen (z. B. Tür aufhalten, Blickkontakt, bedanken …)
und im Großen (nach einem Kauf aktiv hinterher telefonieren oder
vor einem Service erinnern, abfragen, was gewünscht wird?)

Erste Variante:

Ihr Kunde sucht ein konkretes Produkt kennt aber vielleicht die Vorteile Ihres Produkts nur ansatzweise. Sie gewähren ihm Einsicht in die Vorteile Ihres Produkts, ohne ihm den Weg zu versperren, die Wahl des anderen Produkts zu nehmen. Zeigen Sie ihm die Stärken
des Produkts
oder Ihre Stärke,
wie die Frau im Bild!

Bildquelle: pixabay brittanyannlewis0

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Zweite Variante:

Sie erkennen bei Ihrem Kunden visuell, durch das Gespräch oder
durch sein Verhalten etwas, was für ihn nützlich sein kann.
Loben Sie ihn für sein gutes Aussehen,
„aber das i-tüpfelchen wäre mein Produkt …
Ihr Vorteil: Sie sehen noch besser aus!“
zugegeben bei David Beckham wird es eine Herausforderung …
Bildquelle: CBC News

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Dritte Variante:

Empfehlungen – Wenn Sie dem Kunden tatsächlich seinen konkreten Wunsch
nicht erfüllen können (Ware ausverkauft, Lieferengpass …) – unterstützen Sie
ihn mit einer Empfehlung. Schicken Sie ihn mit freundlichen Grüßen zu
einem bekannten Partnergeschäft. Sie sind orts- und fachkundig.
Der Kunde in der Regel orts- und fachfremd. Es kommt doppelt zurück.
Der Partner und der Kunde wird es Ihnen danken! Wir haben alle schon
mal den Nachbarn oder die Kollegin nach Empfehlungen gefragt –
oder gar die community im Netz …

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Bis zum nächsten Mal – dann mit dem Kapitel „Mit Vision, Inspiration
und Integrität führen“
– das schön verwoben mit den Kunden ist!

Ich wünsche Ihnen allen einen guten Start in die kurze Pfingstwoche!

Beste Grüße
Ihr Alfred Zedelmaier